Chronik - RKZV I67

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Chronik

Die Vorsitzenden des Kaninchen Züchter Vereins I 67

vorsitzende bis heute

Das Gründungsprotokoll des K.Z.V. I 67

Der Anfang…

Am 26. Januar 1947 trafen sich 17 Kaninchenzüchter erstmalig in der Gaststätte „Wiesehahn" am Martiniplatz in Osnabrück, zwecks Gründung des Kaninchen Züchter Vereins Osnabrück - West.

Er erhielt die Vereinsnummer im Landesverband Weser-Ems I 67. Als erster Vorsitzender wurde Friedel Dieckmann einstimmig gewählt.

Es war das härteste Jahr der Nachkriegszeit, denn ab August 1948 (Währungsreform) ging es langsam bergauf.

Die Beitragssätze wurden damals in der Gründungsversammlung mit 1,-- Reichsmark Beitrittsgeld und 0,50 Reichsmark Monatsbeitrag festgesetzt. Um die ersten Auslagen bestreiten zu können, wurde eine Hutsammlung vorgenommen. Diese brachte stolze 145,-- Mark ein. Das Geld wurde dem soeben gewählten Kassierer Willi Gronemeyer übergeben.

Als Vereinsrasse wurde Wiener, blau angenommen. Eine Züchterzeitung „Du Zuchtfreund" wurde in einer Auflage von 20 Stück herausgegeben und ging nach Erscheinen jedem Mitglied durch die Post zu.

Scharfe Diskussionen wurden über die Höhe des Deckgeldes geführt. Drei Jungzüchter, die nicht stimmberechtigt waren, nahmen an der Gründungsversammlung teil.

Um 12.30 Uhr schloß der erste Vorsitzende die gut verlaufene Gründungsversammlung.

Damals wars....

Die Idee entstand im Oktober 1946, aber die Formalitäten brauchten auch damals ihre Zeit. Im kalten Februar 1947 versammelten sich 17 Kaninchenzüchter und gründeten den Kaninchen Züchter Verein Osnabrück - West. Dieser erhielt vom Landesverband Weser Ems die Vereinsnummer I 67.

Damals hatten wir noch alle wenig Ahnung von der Mendelschen Vererbungslehre, von schiefer Blume und wenig Unterwolle und das Wort Zahnanomalie sagte uns auch nichts.

Unser Vereinslokal war die Gastwirtschaft „Wiesehahn" am Martiniplatz in Osnabrück. Diese schöne Gartenwirtschaft fiel dem Abriß zum Opfer. Heute befindet sich an dem Platz eine Bank und eine Apotheke. Den Martiniplatz gibt es heute auch nicht mehr, er wurde inzwischen umgetauft in Heinrich-Lübke-Platz! (Wie sich doch die Zeiten gleichen!)

Damals wurde nur auf Fleisch gezüchtet, denn in erster Linie stand der Braten. Heizmaterial für unseren Versammlungsraum musste jeder abwechselnd mitbringen. Denn Kohlen gab es nur bei „Zeche Greif" in Hörne. Bei den monatlichen Mitgliederversammlungen gab es beim Wirt nur Tee und Heissgetränke. Hin und wieder brachte aber ein Züchter eine Flasche „Selbstgebrannten" mit. Dafür wurde dann ein Korkengeld entrichtet.

Die erste Kaninchenschau nach dem letzten Krieg fand am 30.11.1947 in Osnabrück, in der Magerviehhalle des städtischen Schlachthofes statt. Bei der Kreisverbandsschau wurden schon 626 Kaninchen ausgestellt. Auf dieser „Großschau" wurden auch die ersten Kaninchen mit dem Täto I 67 der Öffentlichkeit gezeigt. Es fand kurz vorher eine Tischbewertung in unserem Verein bei einem Züchter statt.

Am 10./11. und 12. September 1948 wurde dann die erste Werbeschau des noch jungen Vereins durchgeführt. Sie fand an der Weidenstrasse in einer ehemaligen Flak-Baracke statt. Damals brachten die Züchter auf Schiebkarren und in Handwagen ihre Tiere zu der Ausstellung. Wer ganz „fortschrittlich" war, besaß schon ein Fahrrad evt. Sogar mit Anhänger! Heute werden die Zuchttiere in komfortablen Transportkisten per Auto zur Schau gebracht. Es wurden bei dieser Werbeschau immerhin schon 258 Kaninchen von 33 Züchtern gezeigt. Welch ein Aufschwung in nur einem Jahr! Von diesen Züchtern sind noch heute zwei im Verein. Es sind die Zuchtfreunde, Helmut Scheide, der passives Mitglied ist und Werner Welkener, der noch immer aktiv ist und Kaninchen ausstellt.

Im Laufe der Jahre kamen viele neue Züchter zu uns. So zählt der Verein z. Zt. 64 Mitglieder. Darunter 10 Jungzüchter.

Am 1. Sonntag eines jeden Kalendermonats treffen wir uns um 10.00 Uhr im Vereinslokal „Sutthauser Bahnhof". Hier fand auch in dem Saal der Gaststätte seit 1967 bis 1998 am letzten Oktoberwochenende unsere Vereinsschau statt. Seit 1999 findet die Lokalschau im Festzelt auf dem Gelände von Mazda Auto Fehrmann in Osnabrück-Sutthausen statt.

Durch die Allgemeine Sutthauser Rammler Ausstellung (ASRA) die seit Januar 1977 von unserem Verein ausgerichtet wird, ist der K.Z.V. I 67 weit über die Grenzen unseres Landes bekannt geworden. In den Jahren 1977 bis 1996 wurde die ASRA auf dem Saal unseres Vereinslokals mit angeschlossenem Ausstellungszelt durchgeführt. Die 20. ASRA wurde dann erstmalig in Festzelten auf dem Gelände von Mazda Auto Fehrmann durchgeführt, wo sie bis heute beheimatet ist. Fast 1.200 ausgestellte Kaninchen von 223 Ausstellern sagen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Man hört immer wieder von unseren Gästen „wir sind gerne bei euch in Sutthausen".

 
 
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